PISA darf kein Weckruf ohne Konsequenzen bleiben
Die neuen PISA-Ergebnisse sind ein Alarmsignal: Deutschland erreicht bei Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften die schlechtesten Ergebnisse seit Beginn der PISA-Studien. Besonders erschreckend ist, dass immer mehr junge Menschen nicht über die grundlegenden Kompetenzen verfügen, die sie für ihren weiteren Lebensweg brauchen. Das dürfen wir nicht einfach zur Kenntnis nehmen und anschließend zur Tagesordnung übergehen.
Denn Bildung entscheidet über Lebenschancen. Und noch immer entscheidet in Deutschland viel zu stark die soziale Herkunft darüber, welche Chancen ein Kind bekommt. Genau das muss sich ändern.
Für uns als SPD ist deshalb klar: Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Investitionen in Bildung. In gute Kitas, starke Schulen, ausreichend Personal, Schulsozialarbeit und einen Ganztag, der nicht nur Betreuung bedeutet, sondern echte Bildungs- und Fördermöglichkeiten schafft. Frühe Förderung und gezielte Unterstützung dort, wo die Herausforderungen besonders groß sind, sind dabei entscheidend. Und wir reden dabei nicht nur über Berlin oder die Landespolitik. Wir als SPD übernehmen auch vor Ort Verantwortung.
"Unter einer SPD-geführten Stadt setzen wir seit Jahren einen klaren Schwerpunkt im städtischen Haushalt: Investitionen in die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen. Wir schaffen neue Kita-Plätze, bauen Kitas aus, investieren in den Neubau und die Sanierung unserer Schulen und verbessern damit ganz konkret die Orte, an denen Kinder lernen und aufwachsen.", erklärt Alexander Irmisch, Co-Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Regensburg. Das kostet viel Geld. Aber genau dafür sind öffentliche Investitionen da: für die Zukunft unserer Stadt und für die Chancen der nächsten Generation. Natürlich können Kommunen die strukturellen Probleme unseres Bildungssystems nicht allein lösen. Dafür braucht es auch ein starkes Engagement von Land und Bund – bei der Finanzierung, bei der frühkindlichen Bildung, bei Personal und bei der Unterstützung besonders belasteter Schulen.
Claudia Neumaier, Co-Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes fügt hinzu: "Aber wir wollen nicht auf andere zeigen. Wir wollen unseren Teil beitragen. Denn gute Bildungspolitik beginnt vor Ort: in unseren Kitas, unseren Schulen und in den Entscheidungen, die wir heute in unseren Haushalten treffen. Jedes Kind hat das Recht auf die bestmöglichen Bildungschancen, ganz unabhängig vom Geldbeutel der Eltern und vom Wohnort. Darauf legen wir auch in den bevorstehenden Haushaltsberatungen des Regensburger Stadtrates unser Augenmerk.“
Bildungschancen dürfen kein Luxus sein, somdern sind eine Frage von Gerechtigkeit. Und vor allem sind gute Bildung und Bildungsgerechtigkeit auch eine Frage unserer Zukunft.
Das heutige PISA-Ergebnis muss deshalb mehr sein als ein neuer Schock. Es muss ein Auftrag zum Handeln sein. Und wir handeln: auch hier vor Ort in Regensburg.