Seit 1869 machen wir in Regensburg Politik für Dich.

Ein Streifzug durch die Geschichte der SPD in der Oberpfalz von Rainer Ehm

Robert Hoffmann
Robert Hoffmann

Die "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" (SPD) kann 2006 bundesweit auf eine 143-jährige Geschichte zurückblicken! Keine andere Partei in Deutschland hat eine solch ungebrochene Tradition! Auch mehrjährige Betätigungsverbote zu Bismarcks Zeiten sowie Verbot und Verfolgung unter den Nazis haben die Partei nicht brechen können. 1863 war in Leipzig der "Allgemeine Deutsche Arbeiterverein" (ADAV) durch Ferdinand Lassalle gegründet worden. Die "SPD" heutiger Prägung entstand 1875 durch die Vereinigung dieses ADAV mit der 1869 in Eisenach von August Bebel und Wilhelm Liebknecht gegründeten "Sozialdemokratischen Arbeiterpartei" (SDAP).

Auch in der Oberpfalz ist die SPD die mit Abstand älteste Partei!

Sozialdemokratische Aktivitäten gab es hier bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert, obgleich die Oberpfalz nicht gerade zu den industriellen Ballungszentren Bayerns zählte. Noch gab es deutschlandweit keine flächendeckende Parteiorganisation. Einzelne erste Ortsvereine, speziell in größeren Städten, wirkten politisch nicht nur vor Ort, sondern auch in und für ihre Region. Am 17. Oktober 1869 gründeten 25 Männer (Frauen war damals parteipolitische Betätigung noch verboten) den "Sozialdemokratischen Arbeiterverein Regensburg" – den ersten SPD-Ortsverein in der Oberpfalz! Der Verein zählte binnen weniger Tage über 70 Mitglieder aus Regensburg und Umgebung. Bereits im Mai 1870 wurde versucht, im (bis 1924) selbständigen Regensburger Arbeitervorort Reinhausen einen eigenen Ortsverein zu gründen. Es fanden sich zwar sieben neue Mitglieder, die sich dann jedoch dem Regensburger Verein anschlossen.

Erst im März 1873 entstand in Reinhausen eine eigene "Mitgliedschaft" der "Sozialdemokratischen Arbeiterpartei" – formal gesehen der zweitälteste SPD-Ortsverein in der Oberpfalz (und heute einer der 13 Ortsvereine des SPD-Stadtverbandes Regensburg). Noch im gleichen Jahr 1873, jedoch erst einige Monate später, entstand auch in Amberg ein Ortsverein. Weiden sollte erst 1895 (1898) folgen, Schwandorf gar erst 1906 (und dies zunächst nur als teilselbständige Sektion des Regensburger Vereins – hierzu im weiteren Text Näheres). Im Oktober 1878 beschloss der Reichstag das "Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie".

Es folgten (die ersten) zwölf Jahre der Verfolgung, Verhaftung, Verurteilung und des Exils. Erst am 1. Oktober 1890 trat das Bismarck'sche Sozialistengesetz außer Kraft. Stück für Stück verschwanden bis zur Jahrhundertwende auch allerlei wahl- und vereinsrechtliche Hemmnisse in Bayern und im Reich, wodurch sich eine Parteiorganisation, vergleichbar dem heutigen Muster, herausbilden konnte: Bereits im Dezember 1890 wurde in Nürnberg der "Sozialdemokratische Agitationsverein für Franken und die Oberpfalz" gegründet, dem alle regionalen Parteiorganisationen in Nordbayern nachgeordnet wurden. Auch für Südbayern wurde ein entsprechender "Gau" mit Sitz in München geschaffen.

Auch ein SPD-Landesverband Bayern wurde ins Leben gerufen: Am 26. Juni 1892 im Saal der Brauerei Schrödl im Regensburger Vorort Reinhausen. Von einer Parteiorganisation auf Ebene der heutigen Bezirke war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht die Rede. 1894 wurde der Aufbau einer landesweiten Parteiorganisation beschlossen. Soweit nicht bereits Ortsvereine existierten oder neu gegründet werden konnten, vertraten Vertrauensmänner vor Ort die jeweiligen Parteimitglieder. Beispielsweise erschienen zu einer Vertrauensmännerkonferenz auf Reichtagswahlkreisebene im April 1895 in Regensburg bereits Vertreter aus 15 Orten.

Das auf dem SPD-Parteitag in Jena 1905 verabschiedete Organisationsstatut bestimmte als Regelfall der örtlichen Parteiorganisation den Sozialdemokratischen (Orts-) Verein auf der Basis des Reichstagswahlkreises. (Dies ist regional vergleichbar mit den heutigen SPD-Unterbezirken, die im Regelfall mit den Bundestagswahlkreisen identisch sind). In der Praxis bedeutete dies, dass z.B. der "Sozialdemokratische Verein Regensburg" auch für die politische Arbeit im weiten (Süd-Oberpfälzer) Umland um die Stadt Regensburg Verantwortung trug. Der Regensburger Verein war seinerseits Teil des "Gau Nordbayern" der Sozialdemokratischen Partei Bayerns. Solche "Ortsvereine" (heute vergleichbar den "Unterbezirken") auf Basis der Reichstags-Wahlkreise konnten sich für die politische Arbeit in der Praxis in "Sektionen" gliedern. Eine "Sektion" war ein Verein vor Ort, der formal dem SPD-Ortsverein im jeweiligen Reichstagswahlkreis angeschlossen war und nur über eine begrenzte Selbstständigkeit, aber über einen eigenen Vorsitzenden und einen eigenen Kassier verfügte. Heute würde man eine solche "Sektion" durchaus als "Ortsverein" bezeichnen.

Die vielfältigen Bemühungen der Regensburger Sozialdemokraten, in nahezu allen südoberpfälzischen Orten Mitglieder für die Partei zu gewinnen, mündete bereits im September 1902 in der Gründung eines Zweigvereins in Leonberg. Somit bestand der "Sozialdemokratische Verein Regensburg" bereits aus drei Sektionen: Regensburg/Stadt, Leonberg und jene in (R.-) Reinhausen, die sich nach 1894 zunächst als selbständiger Ortsverein wiederbelebt hatte, nach nur sehr kurzer Zeit jedoch in eine Gliederung des Regensburger Vereins übergegangen war. Ebenfalls ins Jahr 1902 zurück reichen die Wurzeln des SPD-Ortsvereins Neumarkt / Opf..

Bis 1906 wurden dem SPD-Ortsverein Regensburg weitere neugegründete Sektionen in (R.-) Keilberg (nur kurzzeitig nachweisbar), Großberg, Schwandorf und Münchshofen angeschlossen, ebenso eine in Pirkensee, (die allerdings 1910 an den Parteigau Südbayern abgegeben wurde). 1907 bzw. 1908 sollten als weitere Sektionen des Regensburger Vereins Burglengenfeld und Regenstauf folgen. Zum Jahresende 1906 existierten in der Oberpfalz fünf Reichstagswahlkreise, in denen dem Parteistatut entsprechende "Ortsvereine" mit Sektionen bestanden.

Im Einzelnen:

  • SPD-Ortsverein Regensburg (mit seinen Sektionen):
    • Großberg
    • Leonberg
    • Münchshofen
    • Pirkensee
    • Regensburg (Stadt)
    • Reinhausen
    • Schwandorf
  • SPD-Ortsverein Amberg:
    • Amberg (Stadt)
    • Sulzbach
  • SPD-Ortsverein Neumarkt:
    • Berching
    • Neumarkt
  • SPD-Ortsverein Neunburg vorm Wald [wohl erst ab 1907]
    • Neunburg [ab 1907]
    • Fischbach [nur 1907]
  • SPD-Ortsverein Weiden / Neustadt an der Waldnaab:
    • Floß
    • Mitterteich
    • Tirschenreuth
    • Vohenstrauß
    • Weiden

Allmählich wurde die Parteigliederung der bayerischen SPD in zwei Parteigaue mit direkt nachgeordneten großen Ortsvereinen mit teils zahlreichen Einzelsektionen etwas schwerfällig. Ein zusätzlicher Zusammenschluss auf Ebene der regionalen Bezirke schien nötig – und existiert bis heute! Der heutige SPD-Bezirksverband Oberpfalz kann deshalb den 9. September 1906 als seine Geburtstag ansehen – erstmals trafen sich an diesem Tag Vertreter der Oberpfälzer Ortsvereine offiziell zu einer ersten "Oberpfälzischen Sozialdemokratischen Parteikonferenz" in Schwandorf. An dieser Stelle sei ein kleiner Exkurs gestattet: In früheren Zeiten war es keineswegs üblich, dass Arbeitnehmer ihr ganzes Leben am Ort ihrer Geburt verblieben – verbleiben konnten. Nicht nur die für Handwerker noch recht strenge Pflicht zu Wanderjahren, auch schlichte wirtschaftliche Not ließ manchen andernorts sein Glück versuchen. Gerade aus damals noch sehr "provinziellen" Gegenden wie der Oberpfalz zog es viele in die frühen Industriemetropolen. Und auch so mancher "Sozi" zog von dannen – und wurde andernorts zu einer wichtigen Stütze der Partei. So sei etwa erinnert an den in seiner Heimatstadt Regensburg (leider) fast vergessenen Leonhard Tauscher (1840-1914), der als der Gründer der Münchner SPD gilt. Während des Bismarck'schen Parteiverbotes arbeitete er im Exil u.a. zusammen mit Georg von Vollmar für die dort erscheinende SPD-Presse. Nach Aufenthalten als Asylant in Zürich, Paris und London ließ er sich 1890 in Stuttgart nieder, wo er bis zu seinem Tode 1914 auch als Abgeordneter im Württemberger Landtag wirkte.

Auch ein anderer Sozialdemokrat aus der Region Regensburg fand im Südwesten Deutschlands eine neue Heimat und große Anerkennung: Josef Amann (1879-1971), Spross einer Regenstaufer Bäckerfamilie, erlernte das väterliche Handwerk, aber arbeitete in München. Seit 1910 hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär, wechselte er 1920 als SPDUnterbezirkssekretär nach Heidelberg. 1933 in den Badischen Landtag gewählt, begründete er im Plenum die Ablehnung des "NS-Ermächtigungsgesetzes" durch die SPD-Fraktion. "Schutzhaft", zuletzt 1944 im KZ Dachau, waren die Folgen. Nach Heidelberg zurückgekehrt, amtierte er u.a. von 1948 bis 1954 als hochgeschätzter hauptamtlicher Bürgermeister seiner neuen Heimatstadt. Doch nun zurück in die Oberpfalz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Erst mit der Gemeindeordnung von 1869 hatten die Landgemeinden in Bayern ein beschränktes Selbstverwaltungsrecht erhalten – zuvor waren alle Entscheidungen durch die zuständigen Distriktsverwaltungsbehörden getroffen worden. Nun auch erforderliche "Gemeindewahlen" waren allerdings anders, als wir das heute (bzw. seit 1919) kennen: Das Wahlrecht war an das Bürgerrecht (für Männer) gebunden. Und zum Erwerb dieses Rechtes waren teils recht hohe Gebühren zu entrichten. Nach der damaligen bayerischen Gemeindeordnung waren die Gemeinden zur Erhebung solcher Bürgerrechtsgebühren zwar nicht einmal verpflichtet, die meisten erhoben dennoch den zulässigen Höchstsatz. So etwa auch 1890 die Stadt Regensburg (sowie der Vorort Reinhausen), wo die Bürgerrechtsgebühr jeweils 85,-- Mark betrug – unbezahlbar für die Mehrheit der Einwohner! Entsprechend waren in Regensburg noch 1905 lediglich 6 % [!] der Einwohner Bürgerrechtsinhaber. Im Vorort Reinhausen konnten zwischen 1880 und 1918 lediglich 120 bis 140 Bürger an den Gemeindewahlen teilnehmen – und dies bei einer im gleichen Zeitraum von etwa 2.400 auf 5.000 sich mehr als verdoppelten Einwohnerzahl!

Die Gemeindebehörde bestand nach 1869 aus dem sog. "Gemeindeausschuss", dem der Bürgermeister, ein Beigeordneter, sowie eine, von der Größe der Gemeinde abhängige Anzahl sog. "Gemeindebevollmächtigter" angehörten. Dieser "Gemeindeausschuss" wurde in Landgemeinden auf sechs Jahre gewählt, wobei nur die "Bevollmächtigten" von den Gemeindebürgern direkt gewählt werden konnten. Angesichts so geringer Zahlen an "Bürgern" war es durchaus praktizierbar, dass sich alle Gemeindebürger mehrmals im Jahr in der sog. "Gemeindevertretung" zusammenfanden, um über viele wichtige Fragen selbst zu entscheiden. Auch der Bürgermeister und der sog. Beigeordnete wurden dort auf sechs Jahre gewählt. In dieser "Gemeindevertretung" entschied jedoch zusätzlich die Höhe der Steuersumme, die ein Bürger zahlte, wie viele "Stimmen" er in der Versammlung hatte – einige wenige "Bürger" verfügten entsprechend über mehr als ein Dutzend "Stimmen"! Es wurde auch nicht gleichzeitig in allen Gemeinden alle Mandate zur Wahl gestellt. In politischen Gemeinden mit städtischer Verfassung waren alle drei Jahre der dritte Teil der "Gemeindebevollmächtigten" (entspricht etwa den heutigen Gemeinde- bzw. Stadträten) neu gewählt, sowie die Hälfte der bürgerlichen Magistratsräte. Bei der Wahl selbst entschied das sog. Majoritätsprinzip (wie es etwa noch heute in England u.a. bei Unterhauswahlen praktiziert wird): Die Mehrheit, auch die einfache, erhält alle Mandate! Dies ließ so gut wie keine Chancen für kleine Parteien.

In Bayern wurde mit der Gemeinderatswahl 1908 zunächst in Gemeinden über 4.000 Einwohner das diesbezüglich gerechtere Proportionalwahlverfahren eingeführt. Trotzdem blieben die Chancen für die Oberpfälzer Sozialdemokraten gering. Als beispielsweise 1908 in vielen (aber nicht allen) Orten der Oberpfalz gewählt wurde, stellte sich die SPD lediglich in der Stadt Regensburg zur Wahl – vergeblich! Es gelang nicht, auch nur ein Mandat zu erringen, da nur etwa 200 Stimmen auf die sozialdemokratische Liste entfallen waren. Leider ist es nicht ganz sicher belegt, wann und wo in der Oberpfalz der erste Sozialdemokrat in ein Gemeindegremium Einzug hielt. Es scheint jedoch kein "städtischer", sondern ein "Landler" von der SPD-Ortsvereinssektion Regensburg-Reinhausen gewesen zu sein: Josef Barth (1882-1950). An ihn erinnert im heutigen Regensburger Stadtteil auch ein Straßenname. Der gelernte Maschinenschlosser war schon in jungen Jahren zum Sektionsvorsitzenden gewählt worden. Seine Genossen, so wird erzählt, hatten ihre Spargroschen zusammengelegt, um ihm den Erwerb des Bürgerrechts zu ermöglichen. Bei der Gemeindewahl im November 1905 (für die Periode 1906-1911) wurde er dann auch gewählt, jedoch nur als Ersatzmann. Als 1908 ein Reinhausener Gemeindeausschussmitglied verstarb, rückte Josef Barth nach. Er konnte dieses Mandat bis zur Eingemeindung des Vorortes in die Stadt Regensburg 1924 behaupten und zog anschließend auch in den Regensburger Stadtrat ein, dem er bis zur Machtübernahme durch die Nazis 1933, und abermals ab 1946 bis zu seinem Tode, angehörte. 1919 wurde Barth zudem für den Wahlbezirk Stadtamhof in den Bayerischen Landtag gewählt.

Barths Beispiel sollte Schule machen: Der "Sozialdemokratische Verein Regensburg", dem auch die Reinhausener als Sektion angehörten, gründete 1909 einen "Heimat- und Bürgerrechtsverein", dessen Zweck die Sammlung von Geldern für den Erwerb von Bürgerrechten war. Als zur Jahreswende 1910/11 in Regensburg die Bürgerrechtsgebühren herabgesetzt wurden, war dann auch dort die Zeit reif: Noch 1911 zog mit dem Kürschnergehilfen und Redakteur der örtlichen parteieigenen "Neuen Donau-Post" Robert Wunderlich der erste Sozialdemokrat in das "Gremium der Gemeindebevollmächtigten" ein (und wechselte 1914 sogar in den "Stadtmagistrat"). Mit dem gelernten Schneider (und Gewerkschaftssekretär) Michael Burgau sowie dem Geschäftsführer Hermann Engler (als Nachrücker für Wunderlich) waren 1914 dann zwei Sozialdemokraten Regensburger Gemeindebevollmächtigte. Die leider noch heute oft verkannte "Revolution" im November 1918 beendete nicht nur den Ersten Weltkrieg, sondern änderte auch die politischen Rahmenbedingungen grundlegend. Manche Mitbürger heutiger Tage sehen in den damaligen Ereignissen noch immer – und das mit offen bekundetem Bedauern – lediglich das unrühmliche Ende der deutschen Monarchien, des Königreichs Bayern und des Deutschen Kaiserreichs. Die 1919 von der Verfassungsgebenden Nationalversammlung erarbeitete neue Verfassung der Deutschen Republik trug weitgehend sozialdemokratische Handschrift!

Nun war es auch vorbei mit all den wahl- und vereinsrechtlichen Regeln, die zuvor die "kleinen Leute" von vielen politischen Entscheidungen ferngehalten hatten. Seither gilt auch in Deutschland das Prinzip: "Ein Mensch, eine Stimme" – und auch Frauen durften nun erstmals sogar den Reichstag wählen. Diese grundlegend veränderte politische Lage führte zur Gründung zahlreicher neuer Ortsgliederungen der SPD. Auch in der Oberpfalz bildeten sich ab 1919 viele neue Ortsvereine. Zwangsläufig ergab sich daraus bald die organisatorische Notwendigkeit, die Parteigliederung anzupassen. 1921 war es soweit: Es entstanden die Vorläufer der heutigen SPD-Kreis- (bzw. Stadt-) Verbände. Der seit 1920 hauptamtliche Sekretär des SPD-Bezirks Niederbayern/Oberpfalz, Alfons Bayerer (1885-1940), war seit 1923 auch Abgeordneter der SPD im Bayerischen Landtag. Obwohl er in Regensburg arbeitete und wohnte, vertrat er zunächst den Wahlkreis Regen-Zwiesel, ab (etwa) 1930 den Stimmbezirk Regensburg als Nachfolger des zu diesem 8 Zeitpunkt aus Altersgründen ausgeschiedenen Rudolf Schlichtinger sen.. Bayerer galt als Agrarexperte der SPD-Landtagsfraktion.

Seit 1924 war die ostbayerische SPD im Reichstag vertreten durch die Abgeordnete Antonie ("Toni") Pfülf (1877-1933), die bereits der Nationalversammlung von 1919 angehört hatte und zu den ersten weiblichen Parlamentarierinnen Deutschlands zählte. Mit der Ernennung Hitlers im Januar 1933 zum Reichskanzler und der folgenden schrittweisen totalen Machtübernahme der Nationalsozialisten, nicht zuletzt "dank" des teils sehr wenig vorausschauenden, sogar zustimmenden Stimmverhaltens u.a. der konservativen Parteien (Zentrum, nebst bayerischer "Schwester" BVP), begann für die Sozialdemokratie die dunkelste Stunde ihrer Geschichte. Die bürgerlichen Parteien lösten sich im Frühsommer selbst auf (und so mancher BVP-Mandatsträger "wechselte" gar zu den Braunen – auch mancherorts in der Oberpfalz), die KPD war bereits seit Februar 1933 verboten.

Am 22. Juni wurde auch die SPD verboten. Zu diesem Zeitpunkt hat die SPD in vielen Orten der Oberpfalz bereits (wortwörtlich) am eigenen Leib den Terror der SA-Schläger erfahren. Am Sitz des SPD-Bezirksbüros in Regensburg versuchte die SA bereits am 7. März 1933 die Buchhandlung der SPD-eigenen Zeitung "Volkswacht" in der Wahlenstraße zu stürmen. Die Zeitung erschien zum letzten Mal am nächsten Tag und wurde ab 9. März verboten. Am gleichen Tag besetzten die Nazis u.a. das Gewerkschaftshaus sowie die Verlagsräume der "Volkswacht". Am 10. März 1933 wurden 15 Genossen in zeitweilige "Schutzhaft" genommen, darunter Karl Esser (1880-1961), der nach 1945 u.a. als SPD-Bezirksvorsitzender wirken wird; (aufs engste mit seinem Namen verbunden ist auch die "Mittelbayerische Zeitung", deren Lizenz ihm als Verleger und Herausgeber am 28. Oktober 1945 von der Militärregierung übertragen werden wird). Nach teils mehrwöchiger Haft wieder freigelassen, wurden jedoch etliche (zusammen mit weiteren) zwei Tage nach dem SPD-Verbot am 24. Juni. erneut verhaftet und großteils am 7. Juli ins neue KZ Dachau transportiert, wo sie unterschiedlich lange festgehalten wurden.

Der sogar durch einen Trupp extra aus Bayreuth angerückter SA in Regensburg gesuchte letzte Schriftleiter der "Volkswacht", Walter Saßnick (1895-1958), konnte entkommen und sich nach Frankreich, später nach Schweden absetzen; (1946 kehrt er zeitweise als Redakteur der "Mittelbayerischen Zeitung" nach Regensburg zurück, wechselt dann nach München und Nürnberg. MdB 1949-1953). Auch der Regensburger SPD-Landtagsabgeordnete Alfons Bayerer wurde im Juni 1933 zeitweise in "Schutzhaft" genommen. Wieder in Freiheit, beteiligte er sich maßgeblich am Einschmuggeln von Schriften des im Prager Exils wirkenden SPD-Parteivorstandes über die bayerisch-tschechische Grenze. 1934 verhaftet, wurde er zusammen mit anderen, darunter sein späterer Schwiegersohn und Regensburger Bürgermeister Hans Weber (1912-2003), 1935 wegen "Hochverrat" zu langjährigen Zuchthausstrafen verurteilt. Kaum entlassen, verstarb er am 10. Mai 1940 an gesundheitlichen Haftfolgen.

Die Reichstagsabgeordnete Antonie Pfülf hatte sich bereits auf sicherem Schweizer Boden befunden, war jedoch zurückgekehrt – und zerbrach an den Zeitereignissen. Am 8. Juni 1933 schied sie aus dem Leben. Heute erinnert eine gemeinsame Gedenktafel am Regensburger Gewerkschaftshaus an diese beiden Abgeordneten, stellvertretende für die Opfer des Nationalsozialismus aus der oberpfälzer Arbeiterbewegung. Während der zwölf Jahre der Nazi-Herrschaft war der Kontakt zwischen vielen Sozialdemokraten der Region nie ganz abgerissen. Und es waren auch Sozialdemokraten, die sich unmittelbar mit dem Einmarsch amerikanischer Truppen in Stadt- und Landkreis Regensburg Ende April 1945 sofort am demokratischen Wiederaufbau beteiligten.

Als etwa Karl Esser aus seinem ihm von den Nazis aufgenötigten Wohnort weit weg von Regensburg hierher zurückkehrte, meldete er sich, wie er in einem 1946 für die Militärregierung verfassten politischen Lebenslauf angab, am 11. Mai 1945 „bei [!] der SPD auf Zimmer 17 des Alten Rathauses“ in Regensburg. Zu diesem Zeitpunkt war die Partei also bereits wieder vor Ort organisiert, nachdem man sich zuvor illegal im „Thomaskeller“ neu formiert hatte. Dieses zeitweilige, von der Militärregierung lange vor der Parteienlizenzierung geduldete "Parteibüro" sollte zur Keimzelle für alle neu formierten Parteigliederungen nicht nur in der Stadt und im Landkreis Regensburg, sondern in ganz Ostbayern werden. Vorerst duldeten die Amerikaner jedoch nur örtliche politische Gruppen, die sich noch nicht öffentlich betätigen durften. Bereits im Sommer 1945 fanden sich im Regensburger Alten Rathaus Delegierte aus dem ganzen Parteibezirk inoffiziell zusammen: Aus Stadt und Landkreis Regensburg Josef Barth, Matthias Bauer, Michael Burgau, Martin Ernst, Karl Esser, Franz Höhne, Max Schinabeck sowie Friedel Schlichtinger, aus Amberg Christian Endemann, aus Straubing Josef Laumer, aus Kelheim Hans Mittermeier und Franz Sichler aus Schwandorf.

Als bemerkenswerte Dokumente finden sich heute im Berliner Bundesarchiv die Durchschriften der deutschen und englischen Fassung eines von mehreren Regensburger Genossen unterzeichneten Schreibens an die Militärregierung vor Ort vom 20. September 1945: „Gesuch um die Genehmigung, die vorbereitenden Arbeiten für die Gründung der Sozialdemokratischen Partei im Bezirk Niederbayern-Oberpfalz durchzuführen“. Eine entsprechende Erlaubnis wurde erbeten für die Genossen Buch, Bauer, Esser, Burgau, Schinabeck, Höhne und Daschner. Dies dürfte der erste an die Militärregierung gerichtete Antrag gewesen sein, in dem von einem Neuaufbau der Partei auf Bezirksebene die Rede war. Allerdings waren die Amerikaner zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht gewillt, zentrale Bezirksorganisationen von Parteien zuzulassen, sondern setzten auf Kreisorganisationen. In der Oberpfalz herrschte in der SPD im Herbst 1945 eine politische Stimmung, die vorerst eher den Idealen des Berliner SPD-Zentralausschusses um Otto Grotewohl (1894- 1964) als jenen des Hannoveraner SPD-Ortsvorsitzenden Kurt Schumacher (1895-1952) entgegenkam: Ende Oktober berichtete die eben gegründete "Mittelbayerische Zeitung" von der ersten politischen Veranstaltung einer demokratischen Partei seit 1933!

SPD-Mitglieder hatten sich am Abend des 23. Oktober im Stadttheater versammelt, um eine Rede des „Vorsitzenden der SPD, Otto Grotewohl“ zu hören. Da dieser jedoch nicht eingetroffen war, sprach in seinem Auftrag der Straubinger Georg Reuter (später stellvertretender DGB-Bundesvorsitzender). Zwischenzeitlich hatte die Militärregierung allen örtlichen Parteigruppierungen Richtlinien für die offizielle Gründung von Parteien auf Kreisebene zugestellt – von Bezirksebene war noch immer nicht die Rede, entgegen der Erwartungen der ostbayerischen Genossen. Am 17. Oktober 1945 tagte eine Funktionärsversammlung aus Stadt und Landkreis Regensburg und wählte einen „provisorischen Kreisvorstand“ mit Karl Esser als Vorsitzendem. Vordringliche Aufgabe dieses Gremiums war, die Voraussetzungen für die Zulassung zu schaffen. Ein erhaltenes Fragment eines von den „Sponsors“ (engl. für "Unterstützer" im Sinne von "Gründungsmitglied") unterschriebener Antrag auf Zulassung der SPD in "Stadt and Landkreis Regensburg" datiert vom 22. Oktober.

Am 14. November 1945 wurde der SPD-Kreis Regensburg durch die Militärregierung offiziell zugelassen. Die SPD war wieder da – nun auch offiziell! Durch eine Kleinanzeige in der „Mittelbayerischen Zeitung“ vom 6. November 1945 wurde die Einrichtung eines SPD-Informationsbüros für den Bezirk Niederbayern/Oberpfalz in Regensburg bekannt gegeben, das beim Aufbau der Parteiorganisation helfen und „mit Genehmigung der Militärregierung Instrukteure in die Landratskreise“ entsendet werde. Als Leiter des Büros im Regensburger "Hochweg 53" wurde Wilhelm Buch (1902-1975) genannt. Bereits Ende Oktober hatte die noch inoffizielle Regensburger SPD die Erlaubnis der Bezirksmilitärregierung erhalten, sogenannte „Instrukteure“ in andere Kreise zu entsenden, um dort die Genossen anhand des Regensburger Antrages zu beraten. Auf diese indirekte Weise konnte auf Bezirksebene ein einheitlicher Parteiaufbau vorbereitet und gesichert werden.

Nicht nur Instrukteure fuhren über Land, es wurden auch Informationsbüros außerhalb Regensburgs geschaffen: Am 23. November meldete die MZ die Eröffnung eines solchen in Weiden, Bürgermeister-Prechtl-Str. 4, geleitet von Frau Konarske. Im Entstehen begriffene Ortsvereine aus der nördlichen Oberpfalz konnten dort alle für eine Genehmigung erforderlichen Informationen erhalten. Bereits vom 23. Oktober 1945 datiert ein erhaltener Vermerk, durch den die Kreisvorstände Regensburg und Straubing den Bezirk Niederbayern/Oberpfalz in die Unterbezirke gleichen Namens aufteilten. Für deren jeweilige Leitung wählte jeder Kreisvorstand provisorische Unterbezirksvorstände. Weiter heißt es, Regensburg, Hochweg 53, ist der vorläufige Sitz des Bezirksverbandes, der „vorübergehend im Einvernehmen mit dem Zentralausschuß bis auf Widerruf vom Genossen Buch geleitet (wird)“. Unterschrieben ist diese Vereinbarung für den Kreisvorstand Regensburg von den Genossen Buch und Höhne, für den Kreisvorstand Straubing von den Genossen Reuter und Maschinski.

Wenige Tage nach der Lizenzierung der Regensburger SPD lud der Kreisvorstand für den 25. November 1945 nicht nur zur ersten öffentlichen Kundgebung einer Partei für 10.00 Uhr ins damalige „Olympia“-Kino ein, sondern auch für 15.00 Uhr zu einer „geschlossenen Informationsbesprechung nur für Delegierte aus dem Bezirk Niederbayern-Oberpfalz“ in den „Landshuter Hof“. Zur zweiten Veranstaltung waren rund 140 Delegierte und Funktionäre aus 38 der 41 Landkreise Ostbayerns gekommen. Diese Veranstaltung ist wohl gemeint, wenn in späteren Erinnerungen Beteiligter von einer ersten Bezirkskonferenz bereits im Oktober (teils sogar bereits im August 1945) die Rede ist. Auf dieser ersten (in den Augen der Amerikaner natürlich immer noch inoffiziellen, zum weiteren Parteiaufbau aber 12 erforderlichen) Bezirkskonferenz Ostbayerns wurden dann auch Karl Esser als provisorischer Bezirksvorsitzender und Wilhelm Buch als sein Stellvertreter gleichsam bestätigt. Besonderes politisches Gewicht kam dabei einer Reise zu, die Otto Grotewohl zwischen dem 17. bis 26. November 1945 unternahm und dabei, neben nach Frankfurt/Main und Stuttgart, auch nach München und Regensburg fuhr, wobei er jeweils mit Vertretern der Bezirksvorstände konferierte.

Lediglich in Regensburg trat Grotewohl dabei öffentlich sowie auch vor Delegierten auf. Am Vormittag des 25. November sprach er auf der schon genannten Kundgebung „Was will die deutsche Sozialdemokratie?“ im damaligen Olympia-Kino. Am Nachmittag referierten Grotewohl auch vor den 140 Delegierten des (noch inoffiziellen) SPD-Bezirks im „Landshuter Hof“. Im Februar 1946 kam es zum offenen Bruch zwischen Schumacher und Grotewohl. Längst hatten sich in den zurückliegenden Wochen auch im Bezirk Niederbayern/Oberpfalz die Ansichten Kurt Schumachers durchgesetzt. Dieser war am 15. März 1946 von Hannover aus zu seiner ersten Reise nach Bayern aufgebrochen. Nebst nach Nürnberg und München reiste er bewusst auch nach Regensburg, wo er begeistert aufgenommen wurde: Er fand am 17. März hier so viele Zuhörer, dass der Neuhaussaal völlig überfüllt war und die Rede mit Lautsprechern auf den Arnulfsplatz übertragen werden musste. Ab März bis in den Sommer 1946 hinein bestätigten zahlreiche Abstimmungen unter den Mitgliedern in West-Berlin und den Westzonen die Linie Schumachers.

Auch im Bezirk Niederbayern/Oberpfalz sprach sich eine überwältigende Mehrheit gegen eine Verschmelzung von SPD und KPD aus: Beispielsweise stimmten von 400 Sozialdemokraten in Regensburg 382 gegen eine Verschmelzung, in Straubing 200 von 216, und in Weiden 205 von 207 abstimmenden Mitgliedern. Die Militärregierung war auch Anfang 1946 nicht willens, Bezirksgliederungen der Partei offiziell zu genehmigen, hingegen einen SPD-Landesverband. Erst im Herbst des Jahres wurde der Zusammenschluss zu Bezirksverbänden offiziell akzeptiert. Am 28./29. September 1946 konnte auch die ostbayerische SPD im Regensburger Neuhaussaal ihren (nun auch offiziell) ersten Bezirksparteitag nach dem Krieg abhalten. Vor fast 200 Delegierten berichteten die Genossen Karl Esser, Franz Höhne und Franz Sichler sowie Genossin Friedel Schlichtinger für die Arbeiterwohlfahrt über den Stand des Wiederaufbaues der Parteiorganisation im Bezirk. Die Wahlen bestätigten Karl Esser in seinem Amt als Vorsitzender; zu seinem Stellvertreter wurde Max Schinabeck gewählt. – Mit diesem Parteitag war nun auch auf Bezirksverbandsebene erstmals wieder seit 1933 die traditionelle Organisationsform der SPD in Ostbayern verwirklicht.

Die Nachkriegszeit hat Bayern und auch die Oberpfalz nachhaltig verändert. Auch die Sozialdemokratie in der Provinz wurde (und wird) zunehmend anerkannt, geachtet und – für eine politische Partei am wichtigsten – auch gewählt. Weit mehr als in den Jahren der Weimarer Republik waren und sind Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch in der Region Regensburg Mitglieder der Gemeinderäte ihrer Heimatgemeinden – manchmal sogar in der Mehrheit. Die SPD stellte und stellt Bürgermeister in kleinen Orten ebenso, wie in Märkten und Städten. Vor 1933 hatte der SPD-Bezirk über ein kleines Parteibüro in der Regensburger "Spatzengasse 1" verfügt. Nach der offiziellen Wiederbelebung der Parteiorganisation 1945 entstand wiederum ein (anfangs inoffizielles) SPD-Bezirksbüro, zunächst in der "Wahlenstraße 15". Ein speziell mit dem Aufbau von Parteigliederungen in den Orten der Region betrautes zweites Parteibüro befand sich zwischen Oktober 1945 und März 1946 am "Hochweg 53". Erst 1947 übersiedelt das SPD-Bezirkssekretariat in die Richard-WagnerStraße, dort jedoch zunächst ins „Volkshaus“ mit der Hausnummer 2 (nach dem Namen einer dort befindlichen Gaststätte gerne auch als „Paradiesgarten“ bezeichnet), heute Sitz des DGBKreises und seiner Einzelgewerkschaften. Zwischenzeitlich haben die SPD-Büros ihre Heimat im benachbarten Haus Nr. 4 gefunden. 1988 wurde dieses Gebäude in Erinnerung an die Reichstagsabgeordnete in "Antonie-Pfülf-Haus" benannt.

Quellennachweis und redaktionelle Anmerkung: Als Quellennachweise sei verwiesen auf die entsprechenden Angaben in den Artikelserien des Verfassers in der regionalen Presse 1989/1992 und insbesondere im "SPD-Regensburg Info" der Jahre 1987-1989. Speziell hervorgehoben seien folgende dabei bereits genutzte sowie jüngere Arbeiten:

  • Bayer, K.: Der Rote Weg : zur Organisationsgeschichte der Sozialdemokratischen Partei in der nördlichen Oberpfalz von 1890 bis 1918. Weiden : SPD-Stadtverband, 1987.
  • Chrobak, W.: Politische Parteien, Verbände und Vereine in Regensburg 1869-1914. – Regensburg 1982.
  • Müller, G.: Arbeiterleben und Arbeiterbewegung in der Oberpfalz 1848-1919. – Kümmersbruck/Theuern, 1988.
  • Ehm, R.: Sozialdemokraten vor den Toren : der Landesparteitag 1892 in Regensburg-Reinhausen. – In: Von der Klassenbewegung zur Volkspartei: Wegmarken der bayerischen Sozialdemokratie 1892- 1992. – München, 1992.
  • Ders.: Zwischen Grotewohl und Schumacher: Die Wiederbelebung der SPD Bezirksorganisation Niederbayern/Oberpfalz 1945/46 / Hrsg.: SPD-Bezirk Oberpfalz u. SPD-Bezirk Niederbayern. – 2. Aufl.. – Regensburg, 1996
  • Ders.: "Sozialdemokraten vor den Toren" : ein Streifzug durch die Geschichte der SPD im Landkreis Regensburg. In: Sozialdemokratische Partei Deutschland / Kreisverband Regensburg-Land (Hrsg.) : 100 Jahre Sozialdemokratie in Großberg-Pentling, 85 Jahre SPD-Kreisverband Regensburg-Land, 60 Jahre SPD-Kreistagsfraktion : Festgabe anlässlich der Feier am Samstag, 29. April 2006, in Matting. – Regensburg, 2006 © Rainer Ehm / Okt. 2006 15 Anlage (Martin Auer)

Die Bezirksvorsitzenden seit 1919

Niederbayern/Oberpfalz 1919 - 1991

  • Josef Barth 1919 - 1933
  • Karl Esser 1945 – 1948
  • Leo Hofmann, MdS 1948 – 1955
  • Franz Höhne, MdB 1955 – 1968
  • Valentin Kuhbandner, MdL 1968 – 1975
  • Xaver Wolf, MdL 1975 – 1982
  • Dr. Gerhard Schmid, MdEP 1982 – 1991

Oberpfalz ab 1991

  • Ludwig Stiegler, MdB 1992 – 1997
  • Dr. Albert Schmid, MdL 1997 – 2000
  • Franz Schindler, MdL seit 2000

Europarlament

  • Dr. Gerhard Schmid 1979 - 2004
  • Ismail Ertug 2009 - heute

Reichstag und Bundestag

Reichstag

  • Michael Burgau 1919, Nationalversammlung Weimar
  • Peter Holl 1919, Nationalversammlung Weimar
  • Toni Pfülf 1924 – 1933

Bundestag

  • Franz Höhne 1949 – 1969 WK Schwandorf
  • Hans Lautenschlager 1960 – 1976 WK Regensburg
  • Hans Müller 1953 – 1965 WK Weiden
  • Georg Pfannenstein 1994 – 2002 WK Schwandorf
  • Marianne Schieder 2005 – WK Schwandorf
  • Wolfgang Sieler 1976 – 1990 WK Amberg
  • Paul Simon 1969 – 1976 WK Schwandorf
  • Erika Simm 1990 – 2005 WK Regensburg
  • Ludwig Stiegler 1979 – WK Weiden
  • Wilhelm Stöckl 1976 – 1983 WK Regensburg
  • Reinhold Strobl 1999 – 2002 WK Amberg
  • Franz Zebisch 1965 – 1979 WK Weiden

Landtag

  • Aenderl Franz 1920 – 1931 N/O
  • Bayerer Alfons 1924 – 1933 Regensburg
  • Endemann Christian 1924 – 1932 Amberg
  • Geyer Georg Karl 1919 – 1920
  • Schlichtinger Rudolf sen. 1920 – 1924 Regensburg 1928 – 1932 Regensburg-Land

  • Wunderlich Robert 1919

Mitglieder der Verfassungsgebenden Versammlung 1946

  • Endemann Christian
  • Hofmann Leo
  • Roiger Ludwig
  • Schöpf Georg

Abgeordnete

  • Appelt Dieter 2000 – 2003 Neumarkt
  • Benner Otto 1978 – 1990 Nabburg
  • Brandl Max 1986 – 1990 Cham
  • Drechsel Max 1946 – 1954 Neustadt
  • Endemann Christian 1946 – 1950 Amberg, Nabburg
  • Falb Anton 1950 – 1966 Amberg
  • Förstner Anna Maria 2002 – 2003 Regensburg-Land
  • Friedrich Hans 1954 – 1970 Oberpfalz
  • Gradl Josef 1962 – 1970 & 1973 – 1974 Regensburg-Land
  • Hölzl Johann 1974 – 1986 Schwandorf
  • Hößl Max 1970 – 1973 Tirschenreuth
  • Hofmann Leo 1946 – 1954 Oberpfalz
  • Kuhbandner Valentin 1966 – 1978 Tirschenreuth
  • Lindig Robert 1950 – 1966 Tirschenreuth
  • Meier Christa 1978 – 1990 Regensburg
  • Möstl Fritz 1994 – 2003 Weiden/Neustadt
  • Moser Willibald 1970 – 1994 Weiden/Neustadt
  • Nentwig Armin 1986 – 2002 Amberg-Sulzbach
  • Oeckler, Dr. Georg 1954 – 1962 Regensburg-Land
  • Roiger Ludwig 1946 – 1950 Cham
  • Rothammer Josef 1962 – 1966 Neumarkt
  • Scharf Norbert 1990 Tirschenreuth
  • Schieder Marianne 1994 – 2005 Nabburg, Schwandorf
  • Schieder Werner 1990 - Tirschenreuth
  • Schindler Franz 1990 - Schwandorf/Rgb.-Land
  • Schlichtinger Friedl 1950 Regensburg
  • Schlichtinger Rudolf 1954 – 1970 Regensburg
  • Schmid, Dr. Albert 1990 – 2000 Regensburg-Land
  • Schneider Alfons 1970 – 1978 Regensburg
  • Schöpf Georg 1946 – 1950 Eschenbach/Kemnath/Tirschenreuth
  • Sichler Franz 1946 – 1947 N/O 1950 – 1970 Burglengenfeld
  • Strobl Reinhold 2005 - Amberg-Sulzbach
  • Wahnschaffe Joachim 1990 - Regensburg
  • Walch Ludwig 1950 – 1954 Oberpfalz
  • Weich Georg 1966 – 1974 Amberg-Sulzbach
  • Wolf Xaver 1974 – 1990 Regensburg-Land
  • Zierer Dietmar 1978 – 1990 Cham, Schwandorf